Saftkur - "Was für ein Quatsch!"
Wenn man dir erzählen würde, jemand macht eine Saftkur denkst du dir bestimmt nur „Was für ein Quatsch?!“. Es klingt einfach komisch und ungesund. Aber was genau steckt denn eigentlich in einer Saftkur und warum machen manche Leute eine Saftkur? Genau das möchte ich im heutigen Blog erklären und meine eigenen Erfahrungen mit euch teilen, die ich bei meinen Saftkuren gesammelt habe.
Was ist eigentlich eine Saftkur?
Eine Saftkur ist eine Art Kurzzeit-Detox oder Reinigungsprogramm, bei dem man für eine bestimme Zeit (meist 1-7 Tage), sich ausschließlich nur von Säften und Wasser ernährt. Entweder man macht diese Säfte selber oder es gibt auch verschiedene Anbieter die diese fertigen Saftkuren anbieten. Wie zum Beispiel LiveFresh oder thefrankjuice.
Bei LiveFresh ist es so, dass man täglich aller 2 Stunden einen Saft trinkt. Es sind insgesamt 7 Säfte und 3 Shots, die man jeweils noch 10 Uhr, 12 Uhr & 18 Uhr zu sich nimmt. Als eine „größere“ Mahlzeit.
Aber warum machen eigentlich manche Menschen eine Saftkur, es ist doch einfach nur eine Qual nichts zu essen ?
Man wirbt immer mit folgenden Aspekten: „Entlastung der Verdauung: Dein Körper muss keine feste Nahrung verarbeiten, und die Organe wie Magen & Darm bekommen eine Art Pause, Nährstoff-Boost: Säfte aus Obst & Gemüse enthalten viele Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, Bewusster Neustart: Viele nutzen eine Saftkur, um Essgewohnheiten zu durchbrechen, Heißhunger zu reduzieren oder achtsamer mit der Ernährung umzugehen.“
Aber was davon stimmt jetzt eigentlich ? Ich habe jetzt bereits meine 2. Saftkur hinter mir und erzähle euch meine Erfahrungen:
Meine 1. Saftkur habe ich gemacht, weil ich damals Probleme nach meiner Weisheitszahn OP hatte und es hieß ich soll für paar Tage keine feste Nahrung zu mir nehmen. Da ich auf Brei und Suppe keine Lust hatte, habe ich einfach mal eine Saftkur probiert. Ich habe mich für die 3-tägige Saftkur von LiveFresh entschieden für ca 80€.
Nach meiner 1. Saftkur war ich sehr überrascht über das Ergebnis meiner Haut. Ich hatte immer relativ stark mit Akne zu kämpfen und plötzlich war sie weg und das auch für eine sehr lange Zeit. Ich war begeistert!
Meine 2. Saftkur machte ich nun also wegen meiner Akne, diese kam wieder leicht zurück. Ich startete wieder von 100 auf 0. Begleiterscheinungen waren viel Hunger, Energielosigkeit, Reizbarkeit und Kreislaufprobleme.
Am 3. Tag habe ich aber schon gemerkt, das es leichter wurde, der Hunger wurde weniger und ich hätte auch noch länger geschafft, dachte ich mir. Trotzdem habe ich mich wieder sehr aufs essen gefreut !
Ich bin mit knapp 59kg gestartet und am Ende wog ich 55kg und so sah ich auch aus. Kein Blähbauch mehr, bessere Haut und eine deutlich definiertere Figur. Ich habe mich wirklich wohlgefühlt.
Aber würde ich eine Saftkur jetzt weiterempfehlen ?
Es kommt darauf an, was deine Ziele sind… Du kannst eine Saftkur nutzen um deinen Heißhunger in den Griff zu bekommen oder um eine Umstellung in eine gesündere Ernährungsweise zu starten und das hat auch gut funktioniert. Irgendwo habe ich mich gesünder gefühlt und leichter und die Vorfreude auf Essen war groß. Trotzdem gibt es natürlich viele Nachteile von Saftkuren, wie zum Beispiel Nährstoffmangel, Muskelabbau, Verdauungsprobleme, Gesundheitsrisiken und der sogenannte Jojo-Effekt ! Der Jojo-Effekt bedeutet, dass man während einer Saftkur hauptsächlich Wasser und Muskelmasse verliert und nicht Fett. Nach Ende der Saftkur, wenn du wieder wie vorher isst, speichert der Körper mehr Fett, um für die nächste Hungerphase gewappnet zu sein. Und man steht eigentlich wieder wie am AnfangNährstoff-Boostbleibt in einem Kaloriendefizit.
Wenn du eine Saftkur machen willst, würde ich dir empfehlen, neben den Säften sehr viel Wasser zu trinken und wenig bis kein Sport zu machen.
Aber eins lässt sich sagen, eine Saftkur braucht ein starkes Durchhaltevermögen!
